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Allgemeine Risikohinweise

Anleger sollten die nachfolgenden Emissions- und Risikohinweise sowie sämtliche ihnen darüber hinaus zur Verfügung gestellten Informationen und Dokumente zur Emission, zur Emittentin, zum Unternehmen sowie zur angebotenen Vermögensanlage vor einer Anlageentscheidung sorgfältig lesen, bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen und sich ggf. unabhängigen und sachkundigen Rat einholen (z. B. von einem Rechtsanwalt, Steuerberater und/oder Finanzberater).

 

I.         ALLGEMEINE RISIKOHINWEISE

1. Keine Anlageberatung, keine Geeignetheitsprüfung

Das Dienstleistungs-Angebot von Innovestment richtet sich ausschließlich an Anleger, die über ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, um die mit den auf Plattform angebotenen Vermögensanlagen verbundenen Risiken zu verstehen und eigenverantwortlich Anlageentscheidungen zu treffen. Die Vermittlung von Vermögensanlagen durch Innovestment auf der Plattform erfolgt ausschließlich beratungsfrei. Insbesondere findet keine Anlageberatung durch Innovestment statt. Innovestment und die jeweilige Emittentin beurteilen daher nicht, ob

  • die Vermögensanlage den Anlagezielen des Anlegers entspricht;
  • die hieraus erwachsenden Anlagerisiken für den Anleger dessen Anlagezielen entsprechend finanziell tragbar sind und
  • der Anleger mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen die hieraus erwachsenden Anlagerisiken verstehen kann.

Weder die Vorstellung von Unternehmen, noch die Bewerbung von Vermögensanlagen auf der Plattform stellen eine Investitionsempfehlung dar. Gleiches gilt für sämtliche auf der Plattform bereitgestellten Angaben, Informationen oder Dokumente sowie etwaig erteilte Auskünfte hierzu. Ferner stellen weder die Einrichtung und Bereitstellung eines Benutzerkontos auf der Plattform, noch die Vermittlung einer Vermögensanlage auf der Plattform ein Angebot oder die Annahme eines Angebots auf Abschluss eines Auskunfts- oder Beratungsvertrages durch Innovestment dar.

Innovestment und die jeweilige Emittentin führen keine Geeignetheitsprüfung der auf der Plattform dargestellten Investitionsmöglichkeiten durch. Innovestment und die jeweilige Emittentin können daher nicht beurteilen, ob und inwieweit eine Investition in eine auf der Plattform angebotenen Vermögensanlage für den Anleger geeignet oder wirtschaftlich sinnvoll ist.

2. Prüfung, Inhalt und Umfang von Angaben

Die für eine Anlageentscheidung relevanten Informationen und Dokumente zu einer bestimmten Vermögensanlage werden von der jeweiligen Emittentin und dem kapitalsuchenden Unternehmen bereitgestellt. Diese sind für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der vor oder während der Beteiligung eines Anlegers bereitgestellten Informationen verantwortlich.

Die auf der Plattform im jeweiligen Unternehmensprofil und der Angebotsbeschreibung sowie in den Angebotsunterlagen (z. B. sog. Pitch Deck, Finanzplan, Vermögensanlagen-Informationsblatt, Emissions- und Risikohinweise, Fernabsatzinformationen) enthaltenen Angaben erheben nicht den Anspruch, sämtliche für die Beurteilung der Vermögensanlage und die Anlageentscheidung wesentlichen Informationen zu enthalten. Innovestment führt keine sog. Due Diligence Prüfung, d.h. eine umfassende Prüfung der wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Verhältnisse der auf der Plattform vorgestellten Unternehmen durch. Auch hat Innovestment keinen Einfluss auf den Inhalt und den Umfang von Angaben, Auskünften und sonstigen Informationen, die ein Unternehmen den Anlegern auf Einzelfallbasis, insbesondere nach einer Kontaktaufnahme durch einen Anleger, im Zusammenhang mit einer Emission bereitstellt. Solche unmittelbar durch ein Unternehmen erteilten Angaben, Auskünfte und sonstige Informationen können von Innovestment mangels Kenntnis weder auf Plausibilität, noch auf deren Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Widerspruchsfreiheit und Verständlichkeit überprüft werden.

3. Kein Einfluss von Innovestment auf die Konditionen der Investitionsmöglichkeit

Innovestment hat keinen Einfluss auf die wirtschaftlichen Konditionen einer auf der Plattform angebotenen Investitionsmöglichkeit. Diese werden vom jeweiligen Unternehmen festgelegt und nicht durch Innovestment auf deren Angemessenheit hin überprüft. Innovestment hat insbesondere keinen Einfluss auf die für die Emission und die Vermögensanlage maßgebliche Unternehmensbewertung des jeweiligen Unternehmens.

II.           ALLGEMEINE EMISSIONSHINWEISE

1. Emissions- und Beteiligungsstruktur

Kapitalsuchende Unternehmen haben auf der Plattform die Möglichkeit, Kapital zur Finanzierung ihres Geschäftsbetriebes aufzunehmen. Die Kapitalaufnahme erfolgt durch Ausgabe von Vermögensanlagen (insbesondere partiarischen Nachrangdarlehen) im Rahmen einer Online-Emission. Um eine Anschlussfinanzierung zu ermöglichen und die Investorenbetreuung zu vereinfachen, wird die jeweilige Vermögensanlage nicht durch das jeweilige Unternehmen selbst, sondern durch eine hierzu jeweils von der Innovestment Holding GmbH, Berlin, gegründete Zweckgesellschaft ausgegeben. Die jeweilige Zweckgesellschaft wirbt als Emittentin der Vermögensanlage die benötigten Finanzierungsmittel auf der Plattform ein und beteiligt sich nach erfolgreichem Abschluss der Emission an dem jeweiligen Unternehmen. Die nach Abzug der Emissionskosten verbleibenden Mittel werden dem Unternehmen auf Basis einer Beteiligungs- und Gesellschaftervereinbarung (auch „Beteiligungsvertrag“ genannt) zur Verfügung gestellt. Die Emissions- und Beteiligungsstruktur lässt sich mithin in die Kapitalaufnahme auf der Plattform (1. Schritt) und die Beteiligung der Emittentin am Unternehmen (2. Schritt) unterteilen.

Die Einzahlung der Darlehensbeträge erfolgt zunächst auf ein Treuhandkonto. Der dort gesammelte Gesamtdarlehensbetrag wird nach Abzug der Vergütung von Innovestment (siehe hierzu Ziffer II. sowie die jeweiligen Besonderen Emissions- und Risikohinweise) sowie der Kosten für die Zahlungsabwicklung über das Treuhandkonto an das jeweilige Unternehmen weitergeleitet. Dies gilt jedoch nur, wenn der im Vorfeld einer Emission vom jeweiligen Unternehmen festgesetzte Mindestkapitalbedarf erreicht wurde. Andernfalls werden die von den Anlegern eingezahlten Beträge ohne Abzüge zurückerstattet.

2. Allgemeine Informationen zur Vermögensanlage

Für die Vermögensanlage, insbesondere die damit verbundenen Rechte und Pflichten, sind die jeweiligen Vertragsbedingungen maßgeblich. Grundsätzlich gilt, dass die Vermögensanlage keine feste oder garantierte Vergütung, sondern lediglich eine variable, erfolgsabhängige Vergütung gewährt. Diese hängt dem Grunde und der Höhe nach von den Erlösen ab, welche einer Emittentin aus der Beteiligung am jeweiligen Unternehmen zufließen. Solche Erlöse hängen wiederum maßgeblich vom wirtschaftlichen Erfolg und der zukünftigen Entwicklung des jeweiligen Unternehmens ab. Die jeweilige Emittentin verfügt neben der Beteiligung am Unternehmen über keine weiteren Einnahmequellen; ein Erwerb anderer Finanzinstrumente als die Anteile am jeweiligen Unternehmen oder eine Risikodiversifikation finden nicht statt.

Bei den auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen handelt es sich nicht um eine sog. mündelsichere Kapitalanlage, sondern um unternehmerische Beteiligungen, deren endgültiges wirtschaftliches Ergebnis weder feststeht, noch vorhergesehen werden kann. Die Vermögensanlagen eignen sich daher nicht zur Absicherung der Altersvorsorge. Weder im Hinblick auf die Rückzahlung des investierten Kapitals, noch auf die Zahlung von Zinsen besteht eine Garantie. Der Anleger muss daher in der Lage sein, bei einer unerwartet negativen wirtschaftlichen Entwicklung des jeweiligen Unternehmens oder der jeweiligen Emittentin einen Totalverlust des von ihm in die Vermögensanlage investierten Kapitals finanziell verkraften zu können. Eine Investition in die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen ist aufgrund deren Ausstattungsmerkmale (insbesondere des qualifizierten Nachrangs, der rein erfolgsabhängigen Vergütung, der Mindestlaufzeit und der eingeschränkten Übertragbarkeit) nicht empfehlenswert für Anleger, die darauf angewiesen sind, sich jederzeit kurzfristig und ohne finanzielle Einbußen von der Kapitalanlage trennen zu können. Für die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen besteht derzeit kein einer Wertpapierbörse vergleichbarer Handelsplatz und auch im Übrigen kein liquider Zweitmarkt. Es ist möglich, dass es keine Nachfrage für die Vermögensanlage gibt oder der Preis im Falle einer Veräußerung erheblich von dem investierten Geldbetrag abweicht und hohen Schwankungen unterliegt. Zudem ist die rechtsgeschäftliche Übertragbarkeit von Ansprüchen oder der Parteistellung aus der Vermögensanlage eingeschränkt und bedarf der Zustimmung der jeweiligen Emittentin. Eine Veräußerung der Vermögensanlage ist daher möglicherweise nicht oder nur mit finanziellen Einbußen möglich. Die investierten Mittel könnten mithin zumindest bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gebunden und für den Anleger nicht verfügbar sein.

3. Ausstattungsmerkmale der Vermögensanlage

Hinsichtlich der Ausstattungsmerkmale der Vermögensanlage wird auf das jeweilige Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) sowie die jeweiligen Fernabsatzinformationen zum Abschluss von partiarischen Nachrangdarlehen verwiesen. Die vorgenannten Dokumente werden dem Anleger vor Vertragsschluss in Textform und darüber hinaus auf Nachfrage auch in Papierform zur Verfügung gestellt.

4. Informationen für den Vertragsschluss im Fernabsatz

Im Hinblick auf weitere wichtige Informationen für den Vertragsschluss im Fernabsatz wird auf die jeweiligen Fernabsatzinformationen verwiesen; diese können in dem auf der Plattform für eine Emission jeweils eingerichteten Unternehmensprofil abgerufen werden. Zudem werden den Anlegern die Fernabsatzinformationen vor Vertragsschluss auch in Textform per E-Mail übermittelt.

III.         INFORMATIONEN ÜBER INTERESSENKONFLIKTE

In Ausübung der in § 34f Abs. 1 der GewO genannten Tätigkeiten, mithin der Vermittlung von Vermögensanlagen auf der Plattform, können Interessenkonflikte zwischen Anlegern und

  • Innovestment (einschließlich der mit Innovestment i.S.d. §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen),
  • den kapitalsuchenden Unternehmen,
  • anderen Anlegern sowie Gesellschaftern und Investoren des kapitalsuchenden Unternehmens,
  • den bei Innovestment oder einer Emittentin beschäftigten Personen, insbesondere den Geschäftsführern von Innovestment und der jeweiligen Emittentin,
  • Personen, die durch Kontrolle mit Innovestment oder einer Emittentin verbunden sind.

Weitere Interessenkonflikte können sich ergeben

  • bei der Kontaktvermittlung zwischen Kooperationspartnern von Innovestment oder sonstigen Dienstleistern und den kapitalsuchenden Unternehmen oder Anlegern;
  • bei Erhalt von Zuwendungen Dritter oder Gewährung von Zuwendungen an Dritte im Zusammenhang mit dem Angebot von Vermögensanlagen auf der Plattform;
  • bei der direkten oder indirekten Beteiligung von Innovestment, deren Gesellschafter oder Investoren an den Emittenten oder Anbietern der auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen, insbesondere an den kapitalsuchenden Unternehmen oder deren Tochter- bzw. Beteiligungsunternehmen;
  • bei Gewährung erfolgsorientierter oder erfolgsabhängiger Vergütungen, Boni oder sonstiger Zuwendungen an Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen oder Dienstleister von Innovestment oder einer Emittentin sowie
  • bei Erhalt von vertraulichen Informationen.

Solche Interessenkonflikte können sich daraus ergeben, dass Innovestment von der jeweiligen Emittentin, einer auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen, Vergütungen (z. B. Provisionen) erhebt, die zum Teil vom Erfolg und der Höhe des eingeworbenen Kapitals abhängig sind (siehe Ziffer II.). Vor diesem Hintergrund können Interessenkonflikte zwischen Innovestment und den Anlegern auftreten, da Innovestment aufgrund des Vergütungsmodells grundsätzlich ein Interesse an einem möglichst hohen Emissionserlös hat.

Zudem können sich Interessenkollisionen ergeben, wenn sich Innovestment, deren Geschäftsführer, Mitarbeiter oder Gesellschafter an einem der kapitalsuchenden Unternehmen beteiligen. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass hierbei überlegenes Wissen genutzt wird oder die Konditionen der Beteiligung erheblich von denen der jeweiligen Emission abweichen.

Schließlich können sich Interessenkonflikte daraus ergeben, dass die Geschäftsführung von Innovestment die jeweilige Emittentin auch bei Abschluss eines Beteiligungsvertrags vertritt und demnach auch für andere Unternehmen in der Geschäftsleitung tätig ist (sog. Doppelmandate). Insoweit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Interessenkonflikte für die Doppelmandatsträger entstehen, die zum Nachteil von Innovestment oder der Anleger aufgelöst werden, etwa indem Entscheidungen zu Lasten von Innovestment oder der Anleger getroffen werden.

IV.        ALLGEMEINE RISIKOHINWEISE

Bei den auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen handelt es sich zwar nicht um gesellschaftsrechtliche, trotzdem jedoch um langfristige, unternehmerische Beteiligungen, mit denen nicht nur Chancen, sondern auch erhebliche Risiken verbunden sind. Mithin ist ein Totalverlust, d.h. der vollständige Verlust des eingesetzten Kapitals, möglich. Eine Investition in die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen sollte daher nur erfolgen, wenn

  • sie für den Anleger geeignet und angemessen ist;
  • sie nur als Beimischung im Rahmen einer (risikodiversifizierten) Anlagestrategie bzw. zu einem Anlageportfolio erfolgt;
  • der Anleger auf das eingesetzte Kapital nicht angewiesen ist und dessen Totalverlust finanziell verkraften kann;
  • der Anleger nicht darauf angewiesen ist, sich kurzfristig - ohne finanzielle Einbußen - von der Vermögensanlage zu lösen (z. B. durch eine Veräußerung oder Kündigung);
  • der Anleger (i) nicht auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen ist oder solche erwartet sowie (ii) sich bewusst ist, dass es sich bei der Vermögensanlage nicht um eine festverzinsliche, garantierte Kapitalanlage handelt und weder der Zeitpunkt einer etwaigen Vergütung, noch der einer Rückzahlung des investierten Kapitals feststeht;
  • der Anleger eine Investition in die Vermögensanlage nicht fremdfinanziert (z. B. durch Aufnahme eines Darlehens).

Der Eintritt eines nachfolgend genannten Risikos kann - einzeln oder zusammen mit dem Eintritt weiterer Risiken - dazu führen, dass Zinszahlungen ausbleiben und/oder die Rückzahlbarkeit des jeweils eingesetzten Kapitals gefährdet oder ausgeschlossen ist. Mithin ist ein vollständiger Verlust des investierten Kapitals möglich (Totalverlustrisiko). Die gewählte Reihenfolge der Risikohinweise trifft weder eine Aussage über die Eintrittswahrscheinlichkeit, noch über die Schwere oder die Bedeutung der einzelnen Risiken.

 

Maximalrisiko

Obwohl eine Verlustteilnahme ausgeschlossen ist und Nachschusspflichten nicht bestehen, ist ein vollständiger Verlust des in die Vermögensanlage investierten Kapitals (Totalverlustrisiko) möglich. Daneben können den Anlegern im Zusammenhang mit der Vermögensanlage in Abhängigkeit von den individuellen Umständen des Einzelfalls weitere Vermögensnachteile entstehen, z. B. aufgrund von Rückforderungsansprüchen der Emittentin bei einer Überzahlung, Steuernachzahlungen sowie Zahlungspflichten infolge einer Fremdfinanzierung. Diese Vermögenseinbußen und weiteren Vermögensnachteile können zu einer Privatinsolvenz des Anlegers führen (Maximalrisiko).

 

Ausfallrisiko (Emittentenrisiko)

Die jeweilige Emittentin und/oder das jeweilige Unternehmen können zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen sind oder ein anderweitig bestehender Kapital- oder Liquiditätsbedarf nicht gedeckt werden kann. Eine Insolvenz des jeweiligen Unternehmens hat wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der jeweiligen Emittentin, insbesondere auf die Zahlbarkeit von Zinsen und die Rückzahlbarkeit der Darlehensbeträge. Bei einer Insolvenz des Unternehmens besteht das Risiko des vollständigen Verlustes der von einer Emittentin in das Unternehmen investierten Mittel. Dies kann zu einer Insolvenz der jeweiligen Emittentin und hierdurch bedingt zum vollständigen Verlust des vom Anleger in die Vermögensanlage investierten Kapitals sowie (bislang) nicht ausgeschütteter Zinsen führen.

 

Unternehmensbezogene Risiken

Risiken im Zusammenhang mit einer Fremdfinanzierung von Investitionen

Eine Fremdfinanzierung der Beteiligung am Unternehmen durch die jeweilige Emittentin ist nicht vorgesehen. Es ist jedoch möglich, dass die dem jeweiligen Unternehmen von einer Emittentin bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, um geplante Investitionen des Unternehmens vollständig zu finanzieren. Mithin ist es möglich, dass das Unternehmen auf weitere Finanzmittel, insbesondere auf eine Fremdfinanzierung angewiesen ist (siehe auch nachfolgend: Finanzierungsrisiko). In diesem Zusammenhang besteht einerseits das Risiko, dass die benötigten Mittel nicht oder nicht zu tragbaren Konditionen erlangt werden können. Darüber hinaus könnte es sein, dass ein Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen aus abgeschlossenen Finanzierungsverträgen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen kann und ausstehende Zahlungsbeträge durch den oder die jeweiligen Gläubiger (z. B. Kreditinstitute) fällig gestellt werden. Hierdurch könnten dem Unternehmen erhebliche Kosten entstehen und sich die in diesem Abschnitt genannten Finanzierungs- und Ausfallrisiken verwirklichen. In der Folge besteht das Risiko, dass der jeweiligen Emittentin keine oder geringere Erlöse aus der Beteiligung am Unternehmen zufließen und Zins- sowie Tilgungsleistungen auf die Vermögensanlage ausbleiben.

 

Finanzierungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass die im Rahmen einer Emission von einer Emittentin eingeworbenen und dem Unternehmen bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, um einen bestehenden oder zukünftigen Kapital- bzw. Liquiditätsbedarf des Unternehmens - teilweise oder vollständig - zu decken. Mithin könnte es sein, dass das Unternehmen auf weitere Finanzierungsmittel aus anderen Quellen angewiesen ist. Sollten diese Mittel für das Unternehmen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu tragbaren Konditionen erhältlich sein, kann dies nachteilige Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, die Geschäftsaussichten und -entwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. Insbesondere kann ein bestehender Kapital- bzw. Liquiditätsbedarf dazu führen, dass der Geschäftsbetrieb des Unternehmens eingeschränkt oder eingestellt werden muss. Zudem kann ein nicht gedeckter Kapital- bzw. Liquiditätsbedarf des Unternehmens zum Eintritt eines Insolvenzantragsgrundes führen. Sollte eines der vorgenannten Risiken eintreten, kann dies dazu führen, dass Erlöse aus der Beteiligung der jeweiligen Emittentin am Unternehmen geringer ausfallen oder ausbleiben und die Emittentin mangels anderweitiger Einkunftsquellen mithin nicht in der Lage ist, Zins- oder Tilgungszahlungen an die Investoren vorzunehmen.

 

Geschäftsrisiko

Typischerweise handelt es sich bei den Unternehmen, die über die Plattform Kapital aufnehmen wollen, um junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen, Produkten oder Dienstleistungen oder um Unternehmen aus dynamischen Wirtschaftsbranchen. Grundsätzlich bestehen bei Investitionen in solche Unternehmen besondere Risiken. Häufig ist das Geschäftsmodell bzw. das Produkt oder die Dienstleistung noch nicht etabliert. Im Grundsatz gilt: Umso früher eine Investition erfolgt, z. B. in der Gründungs-, Aufbau- oder (Produkt-) Entwicklungsphase, umso höher ist das damit einhergehende Risiko.

Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko, dass sich die Geschäftsidee oder das Geschäftsmodell eines Unternehmens nicht umsetzen lassen. Ferner besteht das Risiko, dass der Markt die angebotenen Produkte bzw. Dienstleistungen nicht annimmt oder sich das jeweilige Unternehmen aus sonstigen Gründen nicht am Markt etablieren kann. Es kann sein, dass ein wirtschaftlicher Erfolg dauerhaft ausbleibt; hierdurch wäre die Werthaltigkeit der Vermögensanlage gefährdet.

Der wirtschaftliche Erfolg der Vermögensanlage hängt maßgeblich vom wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Unternehmens ab. Dieser hängt wiederum von zahlreichen Faktoren ab, auf die weder die jeweilige Emittentin, noch das jeweilige Unternehmen Einfluss haben. Dies gilt insbesondere für konjunkturelle Schwankungen im wirtschaftlichen Umfeld, die Entwicklung der Märkte, auf denen das jeweilige Unternehmen tätig ist sowie das Wettbewerbsumfeld. Zudem kann es zu nachteiligen Änderungen in den wirtschaftlichen, rechtlichen oder steuerlichen Rahmenbedingungen kommen. Die vorgenannten Faktoren sowie der Eintritt eines vorgenannten Risikos können die Geschäftstätigkeit und Geschäftsaussichten des jeweiligen Unternehmens sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens und der jeweiligen Emittentin nachteilig beeinflussen. Der wirtschaftliche Erfolg der Vermögensanlage, insbesondere Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen, können daher weder zugesichert, noch garantiert werden. Soweit diese Faktoren bei einer Anlageentscheidung nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden, kann dies dazu führen, dass die Investition in die Vermögensanlage zu einer ungünstigen Zeit erfolgt und der Anleger Verluste hinnehmen muss.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die im Finanzplan oder in den sonstigen Angebotsunterlagen prognostizierten Umstände oder Entwicklungen nicht eintreten und der tatsächliche Geschäftsverlauf vom erwarteten erheblich zum Nachteil abweicht.

Der Eintritt eines vorgenannten Risikos kann bei dem jeweiligen Unternehmen zu einem Kapital- oder Liquiditätsbedarf führen, der nicht aus etwaigen Einnahmen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb gedeckt werden kann. Soweit der Kapital- oder Liquiditätsbedarf auch nicht anderweitig gedeckt werden kann, sind nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens und der Emittentin möglich.

 

Risiken im Zusammenhang mit der Emissionsstruktur

Im Rahmen von Emissionen auf der Plattform werden Zweckgesellschaften als Emittent der Vermögensanlage eingesetzt. Diese verfügen vor und während einer Emission über keine wesentlichen Vermögensgegenstände oder Wirtschaftsgüter. Die Beteiligung einer Zweckgesellschaft am jeweiligen Unternehmen, mithin die Übernahme von Geschäftsanteilen, erfolgt erst nach erfolgreichem Abschluss einer Emission. Eine Investition in weitere Unternehmen oder eine sonstige Risikodiversifizierung finden nicht statt. Daher stehen der jeweiligen Emittentin für die Rückzahlbarkeit der Vermögensanlage sowie Zinszahlungen keine weiteren Einnahmequellen neben etwaigen Erlösen aus den zu übernehmenden Geschäftsanteilen am jeweiligen Unternehmen zur Verfügung. Soweit Erlöse aus den Geschäftsanteilen ausbleiben oder in der Summe geringer sind, als der von einer Emittentin investierte Betrag, kann dies dazu führen, dass der jeweiligen Emittentin die Mittel für die - vollständige - Rückzahlung der Darlehensbeträge bei Fälligkeit fehlen und im Übrigen keine Zinsen an die Anleger gezahlt werden. Die Fähigkeit der Emittentin zur Rückzahlung des von den Anlegern bereitgestellten Kapitals sowie von Zinsen hängt daher maßgeblich von den Geschäftsaussichten und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des jeweiligen Unternehmens sowie der Möglichkeit der Emittentin zur Realisierung von Wertsteigerungen ab.

 

Schlüsselpersonenrisiko

Das jeweilige Unternehmen ist derzeit und möglicherweise auch zukünftig von bestimmten Schlüsselpersonen abhängig. Soweit diese Schlüsselpersonen dem Unternehmen nicht oder nicht mehr zur Verfügung stehen, kann sich dies nachteilig auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und dadurch bedingt auch auf den wirtschaftlichen Erfolg der Vermögensanlage auswirken.

 

Angebotsbezogene Risiken

Inflationsrisiko (Kaufkraftrisiko)

Es besteht das Risiko, dass der Anleger aufgrund einer Geldentwertung einen Vermögensschaden erleidet. Diesem Risiko unterliegen sowohl der Realwert des vorhandenen Vermögens, als auch der reale Ertrag, der mit dem Vermögen erwirtschaftet werden soll.

Mangels einer festen, garantierten Verzinsung des investierten Kapitals besteht insbesondere das Risiko, dass die Realverzinsung unter Berücksichtigung der mit der Vermögensanlage erwirtschafteten Erträge und der Inflationsrate negativ ist. Dies würde für den Anleger einen finanziellen Verlust bedeuten.

 

Informationsrisiko

In der Regel wird aufgrund gesetzlicher Ausnahmebestimmungen kein Vermögensanlagenprospekt im Vorfeld einer Emission auf der Plattform veröffentlicht. Den Anlegern steht daher in der Regel keine umfassende Informationsquelle zur Verfügung.

Die der Plattform bereitgestellten Informationen und Dokumente dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine anleger- und produktbezogene Beratung. Bei den bereitgestellten Informationen und Dokumenten handelt es sich nicht um Analysen von Finanzinstrumenten im Sinne des § 34b WpHG. Soweit in der Vergangenheit erwirtschaftete Erträge genannt werden, sind diese kein Indikator für künftige Erträge. Die wirtschaftliche Entwicklung der angebotenen Vermögensanlagen hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, auf die weder Innovestment, noch die jeweilige Emittentin Einfluss haben. Es besteht das Risiko, dass sich etwaige Annahmen und Einschätzungen, die etwaig getätigten Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen zu Grunde liegen, sich nachträglich als unzutreffend erweisen.

Fehlende, unvollständige oder falsche Informationen (einschließlich nicht aktueller sowie falsch interpretierter Informationen) können zu Fehlentscheidungen des Anlegers führen.

 

Risiken im Falle einer Fremdfinanzierung der Investition in die Vermögensanlage

Im Falle einer Fremdfinanzierung der Investition in die Vermögensanlage bestehen besondere Risiken, insbesondere wegen der mit einer Fremdfinanzierung verbundenen Tilgungs- und Zinsverpflichtungen. Dies gilt umso mehr, als die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen keine fixe, laufende Verzinsung oder sonstige regelmäßige, garantierte Ausschüttungen vorsehen. Im Übrigen unterliegen die Zinszahlungen einem qualifizierten Rangrücktritt und werden daher nur nachrangig bedient. Bei einer Fremdfinanzierung besteht daher aufgrund der regelmäßig zu erfüllenden Zahlungsansprüche des Fremdkapitalgebers das Risiko erheblicher finanzieller Einbußen des Anlegers, die zu seiner Privatinsolvenz führen können.

 

Risiko von Interessenkollisionen

Zwischen der jeweiligen Emittentin und Innovestment besteht eine (mittelbare) gesellschaftsrechtliche Verbindung (vgl. die Angaben zur Emissions- und Beteiligungsstruktur unter Ziffer V.). Die sowohl an Innovestment als auch an der Innovestment Holding GmbH beteiligten Gesellschafter haben die rechtliche Möglichkeit, über die Beteiligung der Innovestment Holding GmbH an der jeweiligen Emittentin auf diese einzuwirken. Zudem erhält Innovestment Vergütungen, die zum Teil vom Erfolg einer Emission sowie der Höhe des im Rahmen einer Emission eingeworbenen Kapitals abhängig sind (siehe Ziffer II.). Vor diesem Hintergrund können Interessenkonflikte zwischen den Anlegern und Innovestment auftreten, da Innovestment grundsätzlich ein Interesse an einem möglichst hohen Emissionserlös hat und im Übrigen im Zusammenhang mit der Emission gegenüber dem jeweiligen Unternehmen entgeltliche Dienstleistungen erbringt. Zudem ist geplant, dass dem Geschäftsführer der jeweiligen Emittentin ein rein erfolgsabhängiges Gehalt gezahlt wird, welches von den Erlösen abhängig ist, die der Emittentin aus den von ihr am Unternehmen gehaltenen Geschäftsanteilen zufließen. Der Geschäftsführer kann trotz des damit bezweckten Interessengleichlaufs abweichende Interessen als die der Anleger verfolgen. Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko, dass Innovestment oder die Geschäftsführung des SPV Interessenkollisionen zu Lasten der Anleger auflösen.

 

Risiken bei einer Rückabwicklung einer Emission

Für den Fall, dass eine Emission abgebrochen oder rückabgewickelt werden muss (z. B. soweit der Mindestkapitalbedarf nicht erreicht wurde), kann ein Anleger bis zur Rückerstattung des eingezahlten Kapitals hierüber nicht verfügen, insbesondere die eingesetzten Mittel nicht zum Zwecke einer anderweitigen Kapitalanlage nutzen. Es kann sein, dass der Anleger die Mittel nur noch zu schlechteren Konditionen anlegen kann.

 

Minderung des Emissionserlöses, Kostenbelastung

Den Unternehmen können im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung einer Emission Kosten und Aufwendungen entstehen (z. B. Vergütung von Innovestment, Beurkundungskosten im Zusammenhang mit dem Abschluss der Finanzierungsvereinbarung). Das im Rahmen einer Emission eingeworbene Kapital wird zum Teil auch für die Deckung solcher Kosten verwendet. Insbesondere mindern die Provision von Innovestment für die Vermittlung der Vermögensanlage sowie die Vergütung des Zahlungsdienstleisters für die Zahlungsabwicklung über das Treuhandkonto die dem jeweiligen Unternehmen aus der Emission zufließenden Mittel. Weitere Kosten und Aufwendungen können auch unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg der Emission, z. B. ungeachtet der Höhe der im Rahmen der Emission eingeworbenen Mittel entstehen.

Dem jeweiligen Unternehmen stehen die Emissionserlöse daher nicht in voller Höhe zu Investitionszwecken zur Verfügung. Daneben werden das laufende Ergebnis und die Liquidität der Unternehmen durch erfolgsunabhängige Kosten (z. B. die an die Innovestment zu zahlenden Service-Gebühren) belastet.

Die vorgenannten Umstände können die Werthaltigkeit der Vermögensanlage negativ beeinträchtigen.

 

Risiken im Hinblick auf die Rückzahlbarkeit sowie Zinszahlungen

Bei der Vermögensanlage handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung, die mit unternehmerischen Risiken einhergeht. Eine feste oder garantierte Vergütung (z. B. fixe Verzinsung) ist nicht vorgesehen. Zinszahlungen sowie die Rückzahlbarkeit der vom Anleger ausgereichten Beträge sind weder der Höhe, noch dem Zeitpunkt nach zugesichert oder garantiert. Es besteht das Risiko, dass Gewinne oder Wertsteigerungen beim jeweiligen Unternehmen ausbleiben oder nicht realisiert werden können und der Emittentin auch im Übrigen keine Erlöse zufließen. Insbesondere könnte es sein, dass etwaige Gewinne beim Unternehmen nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet, sondern zur Innenfinanzierung des Unternehmens verwendet werden. Zudem unterliegen sowohl der mögliche Zeitpunkt, als auch die Konditionen (z. B. Gegenleistung, maßgebliche Unternehmensbewertung) einer Übertragung oder sonstigen Verwertung der Beteiligung am Unternehmen konjunkturellen Schwankungen und lassen sich auch im Übrigen nicht vorhersehen. Ferner ist es möglich, dass es vor der Beendigung der Vermögensanlage (z. B. aufgrund einer Kündigung durch den Anleger) nicht zu einem Verkauf der Beteiligung der Emittentin am Unternehmen, der wesentlichen Vermögenswerte des Unternehmens oder einer wirtschaftlich vergleichbaren Transaktion oder Liquidation des Unternehmens kommt oder die Erlöse geringer ausfallen, als der von der Emittentin in das Unternehmen investierte Betrag. Es besteht das Risiko, dass sich keine Interessenten für den Erwerb der von einer Emittentin am Unternehmen gehaltenen Geschäftsanteile finden oder die Nachfrage gering ist. In diesen Fällen kann es sein, dass Preisabschläge hingenommen werden müssen oder eine Verwertung der Unternehmensbeteiligung durch die jeweilige Emittentin nicht oder nur zu einem geringeren als dem investierten Betrag möglich ist. Der Eintritt eines zuvor genannten Risikos kann dazu führen, dass Zinszahlungen ausbleiben oder erst zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt werden können oder die Rückzahlung der vom Anleger ausgereichten Beträge gefährdet wird.

 

Rückforderung von Zinsen bei Überzahlung

Im Falle von Überzahlungen von einer Emittentin an den Anleger (z. B. bei einer nachträglichen Reduzierung der den Zinszahlungen zugrunde liegenden Erlöse) hat dieser der Emittentin den Betrag der Überzahlung zurückzuerstatten.

 

Keine Weisungs- oder Mitspracherechte der Anleger

Die Anleger haben gegenüber dem jeweiligen Unternehmen, der Emittentin und deren Geschäftsführung grundsätzlich keine Weisungs- oder Mitspracherechte. Insbesondere steht den Anlegern hinsichtlich der Verwertung der Anteile einer Emittentin am jeweiligen Unternehmen grundsätzlich kein Weisungs- oder Mitspracherecht zu. Die aus der Vermögensanlage resultierenden Erlöse hängen jedoch zum Teil maßgeblich davon ab, ob, wann und zu welchem Preis die von einer Emittentin am jeweiligen Unternehmen gehaltenen Anteile veräußert werden. Die Entscheidung hierüber obliegt grundsätzlich der Geschäftsführung der jeweiligen Emittentin. Zwar haben die Anleger die Möglichkeit, nach entsprechender Information durch die Geschäftsführung einer Emittentin über einen Verkauf abzustimmen, soweit die jeweilige Emittentin keiner vertraglichen Mitverkaufsverpflichtung unterliegt. Das jeweilige Abstimmungsergebnis stellt jedoch keine Weisung an die Geschäftsführung der betreffenden Emittentin dar. Insoweit besteht zum einen das Risiko, dass eine Emittentin aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung (insbesondere aus der Finanzierungsvereinbarung) zu einer Veräußerung der von ihr gehaltenen Anteile verpflichtet ist, ohne dass der Anleger hierauf Einfluss nehmen könnte. Zum anderen besteht das Risiko, dass die Geschäftsführung einer Emittentin eine Entscheidung trifft, die nicht mit dem Willen der Mehrheit der Anleger übereinstimmt oder sich im Nachhinein als ungünstig für die Anleger herausstellt. Insoweit sind Anleger dem Risiko ausgesetzt, dass die Geschäftsanteile zu einem Zeitpunkt oder zu Konditionen verwertet werden, bei denen der einzelne Anleger oder die Mehrheit die Anleger von einer Verwertung abgesehen hätten.

 

Verwässerung

Es besteht das Risiko einer rechtlichen oder wirtschaftlichen Verwässerung der Beteiligung einer Emittentin am jeweiligen Unternehmen. Hierdurch werden mittelbar auch die Ansprüche der Anleger aus der Vermögensanlage verwässert. Dies ist zunächst dann der Fall, wenn das jeweilige Unternehmen zukünftig weitere Geschäftsanteile im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgibt und die jeweilige Emittentin keine der neu ausgegebenen Geschäftsanteile übernimmt. Grundsätzlich ist eine Ausübung von etwaigen Bezugsrechten durch eine Emittentin nicht vorgesehen. Insoweit vermindert sich daher bei Ausgabe neuer Geschäftsanteile die Beteiligungsquote einer Emittentin am jeweiligen Unternehmen und damit einhergehend auch die Erlös-Beteiligung der Anleger. Zudem kann sich eine (wirtschaftliche) Verwässerung einer Emittentin und mittelbar der Vermögensanlage daraus ergeben, dass zukünftig Geschäftsanteile am jeweiligen Unternehmen zu wirtschaftlich besseren Konditionen (insbesondere zu einer niedrigeren Unternehmensbewertung des Unternehmens) ausgegebenen werden, als die für die Emission auf der Plattform maßgeblichen Konditionen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die einer Emission zugrunde liegende Unternehmensbewertung des Unternehmens im Nachhinein als zu hoch erweist.

 

Risiken im Zusammenhang mit der Mindestlaufzeit der Vermögensanlage, fehlenden Handelbarkeit und Liquidität

Aufgrund der Mindestlaufzeit, der eingeschränkten Übertragbarkeit und der fehlenden Handelbarkeit der Vermögensanlage ist das vom Anleger investierte Kapital langfristig gebunden. Anleger sollten berücksichtigen, dass sie möglicherweise nicht vor Ablauf der Mindestlaufzeit über das investierte Kapital bzw. den Gegenwert der Vermögensanlage verfügen können. Eine ordentliche Kündigung der Vermögensanlage ist vor Ablauf der Mindestlaufzeit nicht möglich. Anleger gehen daher mit einer Investition in die Vermögensanlage eine langfristige Verpflichtung ein. Zudem ist eine rechtsgeschäftliche Verfügung über die Vermögensanlage (z. B. Verkauf) vertraglich eingeschränkt und nur mit Zustimmung der jeweiligen Emittentin zulässig. Mithin können Anleger nicht frei über die Vermögensanlage verfügen. Zudem besteht für die Vermögensanlage derzeit weder ein Handelsplatz, noch ein liquidier Zweitmarkt und damit keine Möglichkeit für den Anleger, die Vermögensanlage jederzeit zu marktgerechten Preisen verkaufen zu können. Vielmehr existieren nach der Zuteilung kein feststellbarer Marktpreis für die Vermögensanlage und keine jederzeitige Wiederverkäuflichkeit. Es besteht das Risiko, dass eine Veräußerung der Vermögensanlage durch den Anleger möglicherweise nicht oder nur mit finanziellen Einbußen möglich ist. Ein Anleger erleidet einen Verlust, wenn er die Vermögensanlage zu einem Betrag veräußert, welcher unterhalb des im Rahmen der Emission investierten Betrags liegt.

 

Risiken im Zusammenhang mit der Beendigung der Vermögensanlage

Es besteht das Risiko, dass die Vermögensanlage endet, bevor ein Zahlungsereignis im Sinne der Allgemeinen Darlehensbedingungen eingetreten ist und der Anleger eine Zinszahlung erhalten hat. Dies gilt insbesondere im Falle einer Kündigung vor einer Zinszahlung.

 

Mit dem qualifizierten Rangrücktritt verbundene Risiken

Die auf der Plattform vertriebenen Vermögensanlagen sehen einen qualifizierten Rangrücktritt der Anleger vor. Dies bedeutet, dass die Geltendmachung von Forderungen der Anleger ausgeschlossen ist, solange und soweit sie einen Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der jeweiligen Emittentin herbeiführen würden. Im Falle eines Insolvenzverfahrens sowie im Falle einer Liquidation der jeweiligen Emittentin werden die Forderungen nur nachrangig bedient. Dies gilt sowohl für Zinszahlungen, als auch für die Rückzahlung des vom Anleger jeweils ausgereichten Betrags. Anleger sind damit dem Risiko einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der jeweiligen Emittentin und - da es sich bei deren Beteiligung am jeweiligen Unternehmen um den einzigen Vermögensgegenstand handelt - mittelbar auch des jeweiligen Unternehmens ausgesetzt. Obwohl eine Verlustteilnahme des Anlegers ausgeschlossen ist, können das dauerhafte Vorliegen der Voraussetzungen des qualifizierten Rangrücktritts sowie die Insolvenz einer Emittentin oder des jeweiligen Unternehmens zum vollständigen Verlust des in die Vermögensanlage investierten Kapitals sowie (bisher) nicht ausgeschütteter Zinsen und sonstiger Forderungen führen (Totalverlustrisiko). Die jeweilige Emittentin der auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen gehört keinem Einlagensicherungssystem an, welches den Anlegern Entschädigungsansprüche gewährt und vor einem solchen Totalverlustrisiko schützen würde (siehe nachstehend „Keine Einlagensicherung“).

 

Mehrheitsentscheidungen bei Investorenabstimmungen

Die Anleger können in den vertraglich geregelten Fällen im Rahmen von Investorenabstimmungen Mehrheitsentscheidungen treffen, insbesondere einer Verwertung der von einer Emittentin am jeweiligen Unternehmen gehaltenen Geschäftsanteile zustimmen oder widersprechen. Solche Mehrheitsentscheidungen sind für alle Anleger verbindlich, mithin auch für diejenigen, die gegen die Vornahme einer bestimmten Maßnahme gestimmt haben.

 

Risiko einer Änderung der aufsichtsrechtlichen Beurteilung

Es besteht das Risiko, dass die der Vermögensanlage und der Beteiligung einer Emittentin am jeweiligen Unternehmen zugrunde liegenden Vertrags- oder Anlagebedingungen so geändert werden oder sich die Tätigkeit einer Emittentin so verändert, dass die jeweilige Emittentin ein Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) darstellt und die betroffene Emittentin ein unerlaubtes Investmentgeschäft erbringt. Es besteht zudem das Risiko, dass sich die Tätigkeit einer Emittentin nachträglich aus sonstigen Gründen als erlaubnispflichtig darstellt oder erlaubnispflichtig wird. Dies kann z. B infolge einer Änderung der Verwaltungspraxis der BaFin oder der Rechtsprechung der Fall sein. In den vorgenannten Fällen kann die BaFin Maßnahmen ergreifen und insbesondere die Rückabwicklung der Geschäfte der betroffenen Emittentin anordnen. Eine Erlaubnispflicht oder die Rechtsfolgen von Verstößen gegen eine Erlaubnispflicht hätten daher wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Emittentin.

 

Keine Einlagensicherung

Für die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen besteht weder ein Garantiefonds oder eine andere Entschädigungsregelung, noch findet eine Einlagensicherung durch einen Einlagensicherungs- bzw. Garantiefonds oder vergleichbare Einrichtungen statt. Die jeweilige Emittentin gehört keinem Einlagensicherungssystem an, welches den Anlegern Entschädigungsansprüche gewährt und vor einem solchen Totalverlustrisiko schützen würde.

 

Einzelfallbezogene Risiken

Im Einzelfall können weitere Risiken bestehen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der jeweiligen Emittentin erheblich nachteilig auswirken und deren Fähigkeit zur Erfüllung fälliger Zahlungsansprüche der Anleger aus den auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen beeinträchtigen können. Solche Risikofaktoren werden im Rahmen der jeweiligen Emission bei den „Besonderen Emissions- und Risikohinweisen“ dargestellt. Im Hinblick auf die weiteren mit einer auf der Plattform angebotenen Vermögensanlage verbundenen Risiken wird auf die jeweiligen Angebotsunterlagen, insbesondere das jeweilige Vermögensanlagen-Informationsblatt sowie die Besonderen Anlegerinformationen verwiesen.