×

16.06.2017
cloudplan: die nächste Generation der Private Cloud
Start-ups, Crowdinvesting

Frank Brügmann verfügt über zwei Jahrzehnte unternehmerische Erfahrung. Nach seinen ersten Stationen bei einer Privatbank und einer internationalen Investmentbank gründete er 1995 das Telekommunikationsunternehmen Broadnet und brachte es 2000 an die Börse. Im Jahr 2006 wurde die Gesellschaft an die QSC AG verkauft. Anschließend folgten diverse Tätigkeiten im Bereich Mergers & Acquisitions, Venture Capital und Gaming. Im Jahr 2013 gründete Frank Brügmann zusammen mit seinem langjährigen Kollegen Matthias Krüger das Start-up „cloudplan“.  Die Idee zu cloudplan entstand vor dem Hintergrund eines katastrophalen Ausfalls der zur Datenspeicherung eingesetzten Datenbank eines großen Anbieters. Innovestment sprach mit Frank Brügmann u. a. über die aktuelle Crowdinvesting-Kampagne, konkurrenzfähige Cloud-Lösungen und was cloudplan von anderen Anbietern wie Office 365, Salesforce oder Amazon Web Services unterscheidet.


Der deutsche Cloud-Markt wächst seit Jahren markant. Woran kann ein Mittelständler erkennen, dass cloudplan besser als die Konkurrenz ist?

Ein mittelständisches Unternehmen findet bei uns ein „Storage, Sync und Share“ Produkt, das der Wettbewerb nicht anbietet. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Mittelstand während des Aufbaus unseres vorherigen Unternehmens „Broadnet AG“ kennen wir sehr genau die IT-Vorgaben an die Cloud-Angebote und haben auf dieser Basis cloudplan entwickelt.

Für den Einsatz unserer Cloud spricht, dass das Angebot in fünf Schlüsselbereichen - Sicherheit, Performance, Verfügbarkeit, Kosten und Simplizität - den Produkten von Wettbewerbern überlegen ist.

 

Wie kann man sich das konkret vorstellen? Durch welche Qualitätskriterien unterscheidet sich das cloudplan-Angebot von Lösungen wie Office 365, Salesforce oder Amazon Web Services?

Qualität im IT-Geschäft setzt u.a. eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Daten voraus. Die genannten Lösungen basieren allesamt auf zentralen Internet-Speichern bzw. Servern. Das Ziel jedes Unternehmens ist es, die Daten an verschiedenen Orten - im Unternehmen selbst wie in der Cloud - gleichzeitig zu speichern und die Datenhoheit zu behalten. Der Unternehmer muss sicher sein, dass seine Daten nicht weitergegeben werden.

Mit unserem Produkt wird eine sichere „Software-Ebene“ eingezogen, die dem Kunden die Datenhoheit belässt und die Verfügbarkeit gegenüber reinen Internet-Speichern stark erhöht.

Die wachsenden Anforderungen der Unternehmen an die Verfügbarkeit und die Performance von Speicherlösungen ist nicht so einfach steigerbar mit traditioneller Technologie. Diese Situation erfordert neue Wege, die wir mit unserer Innovation gegangen sind. Sie baut auf Peer-to-Peer-Technologie auf, um den sichersten und kürzesten Weg vom Speicher zum anfragenden Benutzer zu ermöglichen. cloudplan stellt die nächste Generation der Cloud-Angebote dar.

 

Sie haben für Ihr Start-up prominente strategische Investoren gewonnen, darunter den High-Tech Gründerfonds - den größten öffentlich-privaten Frühphaseninvestor in Deutschland - und den Innovationsstarter Fonds Hamburg, der in der aktuellen Finanzierungsrunde die Rolle des Lead-Investors übernimmt. Warum setzen Sie parallel auf Crowdinvesting?

Crowdinvestments sind die Zukunft, weil sie flexibel durchführbar sind. Man erkennt diesen Trend auch international sogar bei Unternehmen, die ihre Start-up-Phase bereits abgeschlossen haben. Ein Teil der Finanzierung wird immer wieder über die Crowd-Investoren eingeworben. In diesem Phänomen lassen sich für cloudplan auch wertvolle Marketingeffekte erkennen. Wir freuen uns, im Rahmen der Crowdinvesting-Kampagne über Innovestment mit privaten Investoren, Medien und Partnern in einen intensiven Dialog zu treten.

 

Nach welchen Kriterien sind Sie bei der Wahl der für cloudplan passenden Crowdinvesting-Plattform vorgegangen?

Wir haben eine Plattform gesucht, die strukturell ähnlich wie ein Fonds investiert. Unser Unternehmen erhält nach Abschluss der Crowd-Finanzierung auf innovestment.de einen einzigen neuen Gesellschafter, eine sogenannte SPV (Special Purpose Vehicle), hinter welcher alle Crowd-Anleger stehen. Das ist für weitere professionelle Investoren oder vor dem Hintergedanken eines möglichen Exits die transparenteste und nachhaltigste Konstellation einer Gesellschafterstruktur.

 

Sie verfügen über langjährige Erfahrung als Unternehmer und haben sogar eine Ihrer Firmen - die Broadnet AG - an die Börse gebracht und danach erfolgreich verkauft. Was machen erfahrene cloudplan-Gründer heute anders als zuvor? 

Man wird deutlich effizienter. Die unterschiedlichen Entwicklungsphasen eines Start-ups sind einem allgemein gut vertraut. Außerdem hilft mir das über Jahre gewachsene Netzwerk für jeden Bereich des Unternehmens – sei es auf der Vertriebsseite, beim Banking oder im Gespräch mit unseren Investoren.

Die gemachte Erfahrung hilft darüber hinaus, den Faktor „Zeit“ besser einschätzen zu lernen.

 

Welche Philosophie verfolgt das Team von cloudplan hinsichtlich Wachstum und künftiger Weiterentwicklung?

Wachstum erfolgt maßgeblich durch gutes Marketing und intensiven Vertrieb. Man darf nichts unversucht lassen und muss um jeden Kunden kämpfen. Unsere Cloud-Lösung „Made in Germany“ eignet sich hervorragend für einen internationalen Vertrieb. Wir sind deshalb dabei, uns auf der Vertriebs- und Marketingseite entsprechend aufzustellen. Das Produkt ist bereits multilingual entwickelt und international bestens skalierbar.

 

Sie geben an, mit dem Erlös aus dem Crowdinvestment den internationalen Vertriebsaufbau vorantreiben zu wollen. Wie und in welchen Ländern planen Sie eine Präsenz aufzubauen?

In der derzeitigen Phase sprechen wir Unternehmen in der DACH-Region an. Kurzfristig werden auch erste Marketing-Aktivitäten in Großbritannien und den USA starten. cloudplan verfügt bereits über ein Büro in einem Business Center in Palo Alto, Kalifornien. Wir planen, in den USA eine dauerhafte Präsenz aufzubauen.

 

In Hamburg haben Unternehmertum und Unternehmergeist eine lange und erfolgreiche Geschichte. Die meisten deutschen Top-Familienunternehmen, Kernbestand unserer Wirtschaft, haben ihren Sitz in der Hansestadt. Auch die Bezeichnung „Ehrbarer Kaufmann“ ist mit Hamburg historisch verbunden. Inwiefern prägt diese Tradition Ihr unternehmerisches Handeln?

Eine langfristig erfolgreiche Unternehmensstrategie kann ausschließlich auf vertrauensvollen zwischenmenschlichen Beziehungen aufgebaut werden. Die Philosophie des Ehrbaren Kaufmanns ist für uns nicht nur die Grundlage unseres Geschäfts, sondern ein Garant für einen nachhaltigen Erfolg – national und international.

 

Vielen Dank, Herr Brügmann, für das Interview.


Investieren Sie in Gründer wie Frank Brügmann
Jetzt aktuelle Investitionsangebote prüfen und Start-up-Investor werden

Denis Friedrich

ist Business Development Manager bei der Innovestment GmbH. Er verantwortet zudem das unternehmenseigene Onlinemagazin.