FAQ

Warum investieren private, professionelle oder institutionelle Investoren ihr Geld über Innovestment in Unternehmen?

Investoren finden bei Innovestment seit 2011 ausgewählte wachstumsorientierte Unternehmen mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen vor. Mit Ihrem Investment unterstützen Sie diese Unternehmen bei der Wertsteigerung und verfolgen deren langfristige Entwicklung, bis hin zum Exit. Auf innovestment.de können Anleger sich einen Überblick über die Investitionsmöglichkeiten verschaffen. Hierbei legen wir großen Wert auf Transparenz. Sie haben die Möglichkeit, Ihr Investment-Portfolio mit der Zeit bequem unter Nutzung der Plattform innovestment.de auszubauen und zu verwalten. Bei Innovestment stehen die Anlagekonditionen im Vorfeld fest und das standardisierte Beteiligungsmodell gewährleistet eine Balance der Interessen und die nötige Rechtssicherheit. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, zur Klärung der persönlichen Anliegen mit den verantwortlichen Unternehmern und auch mit Innovestment in Kontakt zu treten.

Mehr Informationen hierzu finden Sie unter So funktioniert’s.

Mit welchem Selbstverständnis agiert Innovestment im Markt?

Bei Innovestment steht der Mensch mit seinen schöpferischen Kräften und seiner Eigenverantwortung im Mittelpunkt. Deshalb bauen wir auf gewissenhafte Gründer mit innovativen und wettbewerbsfähigen Geschäftsideen sowie auf engagierte und risikofreudige Investoren. Innovestment bietet insbesondere jungen Wachstumsunternehmen mit Fokus auf neue Technologien einen schnellen und effizienten Zugang zum privaten Kapital nach Maß. Dabei setzen wir auf standardisierte Prozesse und gute Beispiele.

Innovestment bietet Kapitalgebern aus dem privaten, dem Unternehmens- und Finanzsektor Zugang zu interessanten Investmentmöglichkeiten im Early Stage Bereich bereits ab 250 Euro. Innovestment versteht sich als ein wichtiger komplementärer Akteur in den Feldern der Unternehmensfinanzierung und der Vermögensanlagevermittlung. Innovestment führt die Geschäfte nach dem Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns und möchte mit fachkundigen Marktpartnern aktiv zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland beitragen.

Wodurch zeichnet sich das Angebot von Innovestment aus?

Innovestment bietet transparente, effiziente Investitions- und Kapitalisierungsprozesse. Das in Zusammenarbeit mit erfahrenen Rechtsexperten und fachkundigen Markteilnehmern entwickelte Innovestment-Beteiligungsmodell ist mit anderen Finanzierungsformen für junge Unternehmen kompatibel: Die Gründer können einen Bankkredit oder eine öffentliche Förderung hebeln oder auch ein Co-Investment mit institutionellen Investoren gestalten. Mit dem Vertragswerk soll hierfür eine verlässliche Rechtsgrundlage und zudem die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen allen Beteiligten geschaffen werden. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter So funktioniert’s.

Wie profitieren Investoren von ihrem Investment?

Innovestment-Investoren partizipieren nach Maßgabe der abgeschlossenen partiarischen Nachrangdarlehen an sämtlichen Erlösen, die der am Unternehmen direkt beteiligten Zweckgesellschaft (SPV) aus den im Rahmen der Finanzierungsrunde übernommenen Geschäftsanteilen am Unternehmen zufließen. Die Investoren partizipieren somit mittelbar an Gewinnausschüttungen und Liquidationserlösen des jeweiligen Unternehmens sowie an eventuellen Verkaufserlösen aus einem Unternehmensverkauf. Die dem SPV zufließenden Erlöse werden nach Abzug bestimmter, im Darlehensvertrag näher bezeichneter Positionen unter den Investoren im Verhältnis ihrer Darlehensbeträge zueinander aufgeteilt. Im Regelfall finden die Investitionen in die Unternehmen in einer frühen Unternehmensphase bzw. zu einem frühen Zeitpunkt des Wachstums statt. Die Unternehmensbewertung ist hierbei in der Regel günstiger, als in späteren Phasen. Mit einer Investition in einer solchen Phase gehen hohe Renditechancen, allerdings auch hohe Risiken einher. Innovestment-Investoren nutzen jedoch auch aktiv facettenreiche Möglichkeiten, sich in den finanzierten Unternehmen mit ihrer Expertise und ihren Kontakten zu engagieren. Der Erfahrungsaustausch generiert wechselseitige Synergien, treibt die Innovationsumsetzung voran und stiftet so Zusammenhalt. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter So funktioniert’s.

Worin bestehen die Risiken einer Investition?

Die partiarischen Nachrangdarlehen vermitteln weder eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung an dem SPV noch am Unternehmen. Bei den partiarischen Nachrangdarlehen handelt es sich dennoch um eine langfristige, unternehmerische Beteiligung. Eine Investition ist daher nicht nur mit Chancen, sondern auch mit unternehmerischen Risiken verbunden. Mithin ist ein Totalverlust – d.h. der vollständige Verlust des investierten Betrages – möglich.

Vor allem Investitionen in ein junges Unternehmen sind stets mit finanziellen Unsicherheiten behaftet. Wenn sich das Unternehmen positiv entwickelt und Wertsteigerungen realisiert werden können, profitieren auch die Investoren vom Wachstum in Form einer Rendite. Insbesondere für den Fall, dass sich eine Geschäftsidee am Markt hingegen nicht durchsetzt, besteht jedoch das Risiko, dass Investoren ihre Einlage teilweise oder sogar ganz verlieren.

Die Bewertung, ob eine (mittelbare) Investition in das Unternehmen durch Gewährung eines partiarischen Nachrangdarlehens wirtschaftlich sinnvoll ist, sowie eine hiermit verbundene Anlageentscheidung, sind vom Investor eigenverantwortlich zu treffen. Eine Anlageentscheidung sollte nur auf sämtliche bereitgestellten Informationen und Dokumente gestützt werden. Anleger sollten daher alle ihnen zur Verfügung gestellten Informationen und Dokumente, insbesondere die Emissions- und Risikohinweise und das Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB), sorgfältig lesen und bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen.

Weitere Informationen zum Totalausfall- und Maximalrisiko, dem Ausfallrisiko sowie den unternehmensbezogenen und angebotsbezogenen Risiken können den jeweiligen Emissions- und Risikohinweisen sowie dem Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) entnommen werden. Weiterführende Informationen: www.innovestment.de/risikohinweise/

Was ändert sich durch das Kleinanlegerschutzgesetz?

Am 10. Juli 2015 ist das sogenannte „Kleinanlegerschutzgesetz“ (KASG) in Kraft getreten. Durch dieses Gesetz wird „Crowdinvesting“ erstmals gesetzlich geregelt. Für so genannte „Online-Dienstleistungsplattformen“, wie Innovestment, ergeben sich eine Reihe von Neuerungen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

– Emissionsvolumen maximal 2.5 Mio. Euro ohne Vermögensanlagenprospekt, bei der Verwendung von partiarischen Darlehen oder Nachrangdarlehen Maximalbetrag je Anleger

o   bis 1.000 Euro: Investition ohne Einschränkungen möglich
o   über 1.000 Euro: Selbstauskunft des Anlegers, dass dieser über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mind. 100.000 Euro verfügt oder max. zwei Netto-Monatsgehälter investiert
o   10.000 Euro ist für natürliche Personen der Höchstbetrag
o   Investitionen über 10.000 Euro als Kapitalgesellschaft erlaubt

– Durchführung einer Anlegerexploration zu Kenntnissen des Anlegers

– Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) muss bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinterlegt werden

– (elektronische) Bestätigung des Warnhinweises des Vermögensanlagen-Informationsblattes (VIB)

– Werbung für Investitionsprojekte immer mit Warnhinweis

– Erlaubnis Finanzanlagenvermittler nach § 34f Gewerbeordnung (GewO) für „Online-Dienstleistungsplattformen“ verpflichtend

Wie hoch ist der Mindestinvestitionsbetrag?

Ein Investment ist i. d. R. ab 250 € möglich. Es kann jedoch zu Abweichungen kommen. Bitte entnehmen Sie die Höhe des Mindesinvestitionsbetrages dem Finanzen-Reiter im jeweiligen Investitonsprofil.

Warum bietet Innovestment partiarische Nachrangdarlehen als Finanzierungsinstrument?

Im Zuge der Umsetzung des Kleinanlegerschutzgesetzes (KASG) wurden partiarische Nachrangdarlehen in den Anwendungsbereich des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) aufgenommen und sind nunmehr als Vermögensanlage reguliert. Allerdings ist das öffentliche Angebot von partiarischen Nachrangdarlehen im Rahmen von Schwarmfinanzierungen in einem Umfang von maximal 2,5 Millionen Euro unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflicht zur Veröffentlichung eines Vermögensanlagenprospekts befreit. Zu den Voraussetzungen zählt u.a., dass die Vermögensanlage nur über eine sogenannte Internet-Dienstleistungsplattform wie innovestment.de im Wege der Anlageberatung oder -vermittlung vertrieben wird. Für das öffentliche Angebot anderer Vermögensanlagen, z. B.. Genussrechten oder stillen Beteiligungen, ist hingegen grundsätzlich ein Vermögensanlagenprospekt zu erstellen und eine Inanspruchnahme der Privilegierung von Schwarmfinanzierungen nicht möglich. Innovestment verwendet für die Finanzierungsprojekte aus diesem Grund partiarische Nachrangdarlehen, um so den Aufwand für die Unternehmen überschaubar zu halten.

Was ist ein SPV?

„SPV“ ist die Abkürzung für „Special Purpose Vehicle“ und bezeichnet eine Zweckgesellschaft. Im Fall von Finanzierungsrunden auf innovestment.de ist hiermit eine für das jeweilige Unternehmen gegründete Emissions-Zweckgesellschaft in Form einer Kapitalgesellschaft gemeint. Diese hat den einzigen Zweck, Vermögensanlagen auf innovestment.de auszugeben, um eine Beteiligung an dem jeweiligen Unternehmen einzugehen, zu halten, zu verwalten und zu veräußern sowie das Unternehmen durch die Bereitstellung des im Rahmen der Emission eingesammelten Kapitals zu finanzieren. Eine Beteiligung an anderen Unternehmen oder eine Investition in andere Vermögensgegenstände erfolgt nicht, auch nicht zum Zwecke der Risikodiversifizierung. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter So funktioniert’s – Beteiligungsmodell.

Die Rechte des SPV als Gesellschafter des Unternehmens werden durch den Geschäftsführer des SPV ausgeübt. Um einen Interessengleichlauf mit den Interessen der Investoren herzustellen, erhält der Geschäftsführer des SPV nur ein erfolgsabhängiges Gehalt und sollte im Idealfall ein Investor des Unternehmens sein.

Was bedeutet Pooling und welche Vorteile sind damit verbunden?

Die Bündelung der einzelnen Investitionen in einer Zweckgesellschaft (SPV) nennt man auch „Pooling“. Durch das Pooling im Rahmen des Innovestment-Beteiligungsmodells wird es möglich, den Unternehmen die Finanzierungsmittel als Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig eignet sich das Pooling-Modell für Co-Investments und Anschlussfinanzierungen. Für die Investoren besteht ein Vorteil darin, dass das SPV als Gesellschafter des Unternehmens sowohl seine Gesellschafterrechte als auch Rechte aus der zum Zwecke der Finanzierungsrunde abgeschlossenen Beteiligungs- und Gesellschaftervereinbarung ausüben und hierbei die Interessen der Investoren berücksichtigen kann. In wirtschaftlicher Hinsicht partizipieren die Investoren an sämtlichen Erlösen, die der Zweckgesellschaft als Gesellschafter des Unternehmens aus den übernommenen Geschäftsanteilen am Unternehmen zufließen. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter So funktioniert’s – Beteiligungsmodell.

Wie wird der Geschäftsführer des SPV vergütet?

Der Geschäftsführer des SPV erhält für sein Engagement keine feste, sondern eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von bis zu 5 % der Netto-Erlöse, die dem SPV aus der Beteiligung am Unternehmen zufließen.

Welche Rolle hat die Innovestment Holding GmbH?

Die Innovestment Holding GmbH hat den einzigen Zweck die SPVs zu gründen, zu halten und zu verwalten. Die Innovestment Holding GmbH ist somit jeweils die Alleingesellschafterin der eingesetzten SPVs. An der Innovestment Holding GmbH sind Gesellschafter der Innovestment GmbH beteiligt.

Was ist eine Finanzierungsvereinbarung?

Die Finanzierungsvereinbarung ist eine Beteiligungs- und Gesellschaftervereinbarung. Die Finanzierungsvereinbarung definiert die Bedingungen der Beteiligung des jeweiligen SPV an dem zu finanzierenden Unternehmen sowie die Rechte und Pflichten der Gesellschafter untereinander und zur Gesellschaft.

Welche Rechte haben Investoren?

Für den Inhalt und Umfang der Rechte der Investoren sind im Wesentlichen die jeweils geltenden Allgemeinen Darlehensbedingungen (ADB) maßgeblich. Bei den partiarischen Nachrangdarlehen handelt es sich um sogenannte Gläubigerrechte, die keine Gesellschaftsrechte, insbesondere keine Teilnahme-, Mitwirkungs- oder Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung des SPV oder des Unternehmens gewähren. Der Darlehensvertrag gewährt den Investoren jedoch das Recht zur Teilnahme an einer jährlichen webbasierten Investorenversammlung sowie bestimmte Informationsrechte (z. B.. bzgl. der Bereitstellung von Quartalsberichten und Jahresabschlüssen, Informationen im Rahmen von webbasierten Investorenversammlungen). Daneben besteht unter bestimmten, in den ADB näher beschriebenen Voraussetzungen die Möglichkeit, über einen Verkauf der Beteiligung des SPV abzustimmen.

Ein Weisungsrecht der Investoren gegenüber der Geschäftsführung des SPV oder des Unternehmens besteht nicht. Der Geschäftsführer des SPV nimmt deren Rechte als Gesellschafter des Unternehmens vielmehr eigenverantwortlich für das SPV wahr.

Wie lang ist die Mindestvertragslaufzeit eines Investments?

Grundsätzlich ist die Laufzeit der partiarischen Nachrangdarlehen unbegrenzt. Es besteht jedoch eine Mindestlaufzeit von sieben Jahren. Eine ordentliche Kündigung durch einen Investor ist frühestens zum Ablauf der Mindestlaufzeit mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten möglich. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist eine Kündigung zum Ende eines Kalenderjahres mit einer Kündigungsfrist von ebenfalls sechs Monaten möglich. Die Kündigung durch den Inhaber der partiarischen Nachrangdarlehen erfolgt per E-Mail an: kuendigung@innovestment.de.

Wie erfolgt die Unternehmensbewertung?

Die Unternehmensbewertung ist maßgeblich für die Anzahl der einem SPV für den Investitionsbetrag gewährten Geschäftsanteile am Unternehmen, mithin für die Beteiligungsquote des SPV am Unternehmen. Die jeweilige Beteiligungsquote ergibt sich dabei aus dem Verhältnis zwischen Investitionsbetrag und Unternehmensbewertung. Deswegen gilt: Je höher die Unternehmensbewertung, desto niedriger die Beteiligungsquote bei gleichbleibendem Investitionsbetrag.

Beispiel zur Klarstellung:

Beträgt die Unternehmensbewertung des Unternehmens 2.000.000 € (Pre-Money, d.h. vor Bereitstellung des Investitionsbetrags durch das SPV), so erhält das SPV für die Investition eines im Rahmen der Emission auf innovestment.de eingesammelten Betrags von EUR 500.000 eine Beteiligung am Unternehmen von 20 % (Post-Money Bewertung: 2.500.000 €).

Die Unternehmensbewertung wird vom jeweiligen Unternehmen unter Verwendung des elektronischen Bewertungsverfahrens „equidam“ ermittelt. Dieses Bewertungsverfahren wurde von der Equidam BV, einem niederländischem Unternehmen entwickelt. Bei dem Bewertungsverfahren equidam werden unterschiedliche Bewertungsmethoden angewandt und sowohl quantitative Angaben (z. B.. Umsatz, Wachstum und Marktvolumen) als auch qualitative Aspekte (z. B. Erfahrungen des Gründerteams oder Entwicklungsstand der Geschäftsidee) berücksichtigt. Den Investoren wird ein Bericht über die Ergebnisse des Bewertungsverfahrens in elektronischer Form bereitgestellt (der sog. „equidam-Report“). Dies dient der Transparenz bei der Festlegung der Unternehmensbewertung und soll den Investoren ermöglichen, die wesentlichen Schritte der Unternehmensbewertung nachzuvollziehen zu können. Der equidam-Report befindet sich im jeweiligen Investitionsprofil unter der Rubrik „Finanzen“.

Wie partizipiere ich an den Erlösen des Unternehmens?

DIe Investoren partizipieren an den Erlösen, die dem SPV als Gesellschafter des Unternehmens zufließen. Die Höhe der Erlöse des SPV bestimmen sich im Wesentlichen nach der Beteiligungsquote am Unternehmen. An den Erlösen, die einem SPV zufließen, nehmen die Investoren nach Abzug der in den Allgemeinen Darlehensbedingungen (ADB) genannten Abzugsposten einschließlich einer Erlösbeteiligung (sog. „Carried Interest“) des jeweiligen SPV von 5 % im Verhältnis des jeweils gewährten Darlehensbetrages eines Investors zum Gesamtdarlehensbetrag teil.

Wie wirken sich Folgefinanzierungen beim Unternehmens auf die Beteiligung des SPV aus?

In vielen Fällen benötigt ein Unternehmen im Zuge der Geschäftsentwicklung, insbesondere zum Zwecke einer Expansion, weiteres Investitionskapital. Dieses kann nach erneuter Ausgabe von partiarischen Nachrangdarlehen über das SPV oder durch einen neuen Investor (z. B.. Venture Capital Gesellschaft oder Business Angel) bereitgestellt werden. Soweit das Unternehmen in diesem Rahmen weitere Geschäftsanteile ausgibt, verringert sich rechnerisch entsprechend die Beteiligungsquote des SPV, es sei denn, die neu ausgegebenen Geschäftsanteile werden durch das SPV übernommen.

Soweit sich die Beteiligungsquote des SPV am Unternehmen verringert, reduziert sich auch entsprechend der Anteil an etwaigen Erlösen, an denen wiederum die Investoren partizipieren. Daneben kann es in Folgefinanzierungsrunden auch zu einer wirtschaftlichen Verwässerung kommen. Dies ist vereinfacht gesprochen dann der Fall, wenn in der Folgefinanzierungsrunde für den Investitionsbetrag verhältnismäßig eine höhere Beteiligung gewährt wird, als dem SPV für den investierten Betrag gewährt wurde. Praktisch tritt dieser Fall ein, wenn die Unternehmensbewertung in der Folgefinanzierungsrunde niedriger ist, als die bei Einstieg des SPV.

Kann ich im Rahmen weiterer Finanzierungsrunden investieren?

Eine Folgefinanzierung beim Unternehmen ist auch dergestalt denkbar, dass das SPV erneut Vermögensanlagen zum Zwecke der Kapitalaufnahme ausgibt und mit dem aufgenommenen seine Beteiligung am Unternehmen aufstockt. In diesem Fall haben Sie als Investor grundsätzlich die Möglichkeit, wieder in die angebotenen Vermögensanlagen und damit mittelbar in das jeweilige Unternehmen zu investieren.

Was passiert bei einem Unternehmensverkauf?

Im Falle eines Unternehmensverkaufs (z. B.. in Form einer Veräußerung der von dem SPV am Unternehmen gehaltenen Geschäftsanteile oder der wesentlichen Vermögensgegenstände des Unternehmens) partizipieren die Investoren nach Maßgabe des Vertragswerks an den Erlösen, die dem SPV als Gesellschafter des Unternehmens zufließen. Für die Höhe der Verzinsung des gewährten Darlehensbetrags sind daher nicht nur etwaige Erlöse aus Gewinnausschüttungen, sondern auch Erlöse aus Unternehmens- oder Beteiligungsveräußerungen und damit die Möglichkeit zur Realisierung von Wertsteigerungen des Unternehmens maßgeblich.

Was ist bei Insolvenz eines Unternehmens zu beachten?

Die Insolvenz eines Unternehmens hätte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des SPV und kann zum Verlust des von dem SPV in das Unternehmen investierten Kapitals führen. Dies kann wiederum zu einer Insolvenz des SPV und – aufgrund des qualifizierten Rangrücktritts der Investoren – zum teilweisen oder vollständigen Verlust des von Investoren in die Vermögensanlage investierten Kapitals führen.

Warum ist für den Zugriff auf das vollständige Profil der Unternehmen eine Registrierung auf der Website von Innovestment – innovestment.de – notwendig?

Auf innovestment.de befinden sich sensible Unternehmensdaten, die einen verantwortungsvollen Umgang verlangen. Investoren können ein umfassendes Unternehmensprofil erst nach Eingabe ihres Namens, E-Mail-Adresse und eines selbst gewählten Passworts abrufen.

Können nur natürliche Personen investieren?

Nein, auf innovestment.de können auch juristische Personen (z. B.. in der Rechtsform einer GmbH, UG haftungsbeschränkt oder AG) sowie Personengesellschaften investieren. Hierzu ist insbesondere erforderlich, dass im Investorenprofil eine vertretungsberichtigte Person sowie die Firma/Geschäftsbezeichnung, Rechtsform und Angaben zu Registereintragungen hinterlegt werden. Nach erfolgreicher Investition wird damit die jeweilige juristische Person bzw. Personengesellschaft als Vertragspartner des jeweiligen SPV geführt.

Wie lange dauert ein Finanzierungsprojekt?

Der Zeitraum, in denen Investoren Angebot auf Abschluss eines Darlehensvertrags abgeben können, beträgt in der Regel 30, 60 oder 90 Tage. Im Einzelfall (z. B.. bei frühzeitigem Erreichen des Höchstkapitalbedarfs vom Unternehmen) kann der Zeitraum auch kürzer sein. Hierüber wird auf innovestment.de informiert.

Wie erfolgt die Zahlungsabwicklung?

Der jeweilige Darlehensbetrag ist in Euro (€) nach Zugang einer Zahlungsaufforderung innerhalb der hierin genannten Frist mit schuldbefreiender Wirkung auf das mitgeteilte Treuhandkonto durch Banküberweisung einzuzahlen. Der Eingang der Zahlung wird per E-Mail bestätigt.

Wie erfolgen etwaige Auszahlungen?

Verteilungsfähige Erlöse im Sinne der Allgemeinen Darlehensbedingungen fließen zunächst auf ein Treuhandkonto der Secupay AG. Von dort aus wird der einem Investors als Zins zustehende Betrag auf das im Investorenprofil jeweils hinterlegte Bankkonto unter Eingehalt der gesetzlichen Abzüge (z. B. Steuern) überwiesen.

Fallen Gebühren für die Nutzung von innovestment.de für Investoren an?

Die Registrierung und Nutzung von innovestment.de ist für Investoren kostenfrei.

Wie wird Innovestment vergütet?

Innovestment erhält im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung einer Emission sowie der sonstigen im Zusammenhang mit einer Emission zu erbringenden Dienstleistungen von den kapitalsuchenden Unternehmen folgende Vergütungen:

1)              Eine einmalig zu zahlende Emissionsgebühr in Höhe von insgesamt 5.000 € (zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer);

2)              Eine einmalig zu zahlende erfolgsabhängige Vermittlungsprovision in Höhe von 5 % des im Rahmen einer erfolgreichen Emission vermittelten Kapitals (zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer);

3)              Eine monatliche Service-Gebühr, solange ein SPV am jeweiligen Unternehmen beteiligt ist und bis alle aus dieser Beteiligung resultierenden Ansprüche vollständig befriedigt wurden. Die Höhe der Service-Gebühr kann den jeweiligen „Besonderen Emissions- und Risikohinweisen“ sowie dem jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) entnommen werden.

Steuer-FAQ zu partiarischen Nachrangdarlehen für Investoren

Wichtiger Hinweis zu den nachfolgenden Steuerfragen

Die folgende Steuer-FAQ gilt für Innovestment-Investoren als allgemeine Hilfestellung. Es handelt sich hierbei ausdrücklich nicht um eine individuelle Steuerberatung und kann diese nicht ersetzen. Bitte wenden Sie sich für weiterführende Fragen an Ihren Steuerberater.

Die über Innovestment abgeschlossenen Investmentverträge können sowohl im Privat- als auch im Betriebsvermögen gehalten werden. Die folgenden Ausführungen betreffen nur Verträge, die im Privatvermögen von natürlichen Personen gehalten werden. Bei Fragen zu Verträgen im Betriebsvermögen konsultieren Sie bitte Ihren Steuerberater.

Wie werden Kapitalerträge versteuert?

Die Erträge sind Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne von § 20 Einkommensteuergesetz (EStG) und unterliegen grundsätzlich der sogenannten Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Diese Steuern sind von der Zweckgesellschaft (SPV) einzubehalten und an das für den Innovestment-Investor zuständige Finanzamt abzuführen.

Ergänzt wird diese Abgeltungsbesteuerung durch verschiedene Erklärungspflichten und -optionen. So haben Investoren z. B. das Wahlrecht, sämtliche Kapitalerträge mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern (Beantragung der sog. Günstigerprüfung).

Was muss bei Kirchensteuerpflicht beachtet werden?

Für den korrekten Abzug der Kirchensteuer wird spätestens zum 31. August eines jeden Jahres eine elektronische Regelabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern (kurz KiStAM) für jeden Investor vorgenommen. Darüber hinaus wird die Abfrage zeitnah bei Neueintritt eines Investors beantragt. Die Regelabfrage erfolgt unabhängig von einer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Sie werden rechtzeitig (mindestens zwei Monate) vorher über die Abfrage informiert. Ein Abzug der Kirchensteuer durch die Zweckgesellschaft (SPV) unterbleibt lediglich, wenn ein sog. Sperrvermerk besteht. In solchen Fällen wird die Kirchensteuer beim Investor direkt erhoben.

Was muss ich bei der Erstellung meiner Steuererklärung beachten?

Bei der Abgeltungsteuer ist im Allgemeinen nichts beizulegen, bei der Beantragung der sog. Günstigerprüfung sind u.a. die Gewinn- bzw. Ergebnismitteilungen zusammen mit der Anlage „Kapitalertragssteuer“ (KAP) der Steuererklärung beizufügen.

Erhalte ich grundsätzlich jedes Jahr eine Gewinn- bzw. Ergebnismitteilung von der Zweckgesellschaft (SPV), in die ich investiert habe?

Als partiarischer Darlehensgeber erhalten Innovestment-Investoren in der Regel nur dann eine Mitteilung, wenn die Zweckgesellschaft (SPV) im zurückliegenden Geschäftsjahr aus der Beteiligung am partizipierten Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet hat. Ein solcher Gewinn kann sich ergeben, wenn entweder das Unternehmen Gewinne an das SPV ausschüttet oder das SPV Anteile am Unternehmen veräußert.

Kann ich als Investor Verluste aus einem Investment in ein Unternehmen steuerlich geltend machen?

Beim Investment in Form eines partiarischen Nachrangdarlehens können mangels Verlustbeteiligung weder laufenden Verluste der Zweckgesellschaft (SPV) noch des Unternehmens beim Investor steuerlich geltend gemacht werden. Beim möglichen (Teil-)Verlust des Darlehensrückzahlungsanspruches aufgrund von Liquidation oder Insolvenz des Unternehmens und in der Folge der SPV, kann der Verlust unter Umständen mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen ausgeglichen werden.

Was muss ich als Investor bei der Abgabe der Steuererklärung beachten, wenn die Ergebnismitteilungen einzelner Unternehmen fehlen, oder die Ergebnismitteilungen nach der Abgabe der Steuererklärung eingereicht wurden?

Fließen nach Abgabe der Steuererklärung durch den Investor Zinseinkünften aus dem partiarischen Darlehen zu, ist das unproblematisch, da die Abgeltungssteuer vom Unternehmen an das Finanzamt abgeführt wird und die Steuerschuld eines Investors damit automatisch abgegolten ist.

Was muss ich als Investor beachten, wenn sich meine Adresse ändert?

Investoren sollten ihre Anschriften im Innovestment-Profil u.a. für Zwecke der Versendung von Ergebnis- bzw. Gewinnmitteilungen stets aktuell halten.

Ich lebe im Ausland. Was muss ich bei einer Investition über Innovestment aus steuerlicher Sicht beachten?

Jedes Land hat eigene Steuergesetze. Bitte konsultieren Sie im Fall einer Investition über Innovestment Ihren Steuerberater.

Wird die Abgeltungssteuer auch dann abgeführt, wenn ich als Investor im Ausland lebe?

Ja, die Zweckgesellschaft (SPV) ist in aller Regel verpflichtet, die Kapitalertragsteuer an das Finanzamt abzuführen, selbst wenn z. B. ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und einzelnen Ländern eine andere Regelung hinsichtlich von Zinseinkünften aus partiarischen Darlehen vorsieht. Es ist allerdings möglich, beim Bundeszentralamt für Steuern die Erstattung der zu hoch abgezogenen Steuern nachträglich zu beantragen.

Wen kann ich bei weiteren Fragen kontaktieren?

Die vorliegende Steuer-FAQ gilt für Innovestment-Investoren als allgemeine Hilfestellung. Es handelt sich hierbei ausdrücklich nicht um eine individuelle Steuerberatung durch Innovestment und kann diese nicht ersetzen. Bitte konsultieren Sie für weiterführende Fragen Ihren Steuerberater.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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