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Das Labor im Scheckkastenformat
Die Erfolgsgeschichte - Private Placement

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Das Problem

Bakterien wie Legionellen rufen beim Menschen Infektionen hervor und können in einigen Fällen sogar tödlich sein. Deshalb ist unser Trinkwasser nach Vorgabe der Trinkwasserverordnung regelmäßig auf diese und andere Bakterien zu überprüfen. Bisher werden Mikroorganismen-Tests - wie der auf Legionellen - durch Ausplattieren auf selektiven Nährböden im Labor durchgeführt und nehmen so mehrere Tage bis Wochen in Anspruch. Das bedeutet, dass nur mit erheblicher Verzögerung auf eine Infektion reagiert werden kann. Infizierte Anlagen bleiben während des gesamten Testzeitraums in Betrieb und stellen somit ein erhebliches Verbreitungsrisiko dar. Darüber hinaus bleiben desinfizierte Anlagen, die zuvor positiv getestet wurden, aufgrund des aktuellen Analysezeitraums, länger als notwendig gesperrt.

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Die Lösung

Das Start-up diamond inventics greift dieses Problem auf und bietet ein Schnelltest-System zum Nachweis von Mikroorganismen im Wasser auf Basis einer Plattformtechnologie an. Diese Technologie ermöglicht es, Laborprozesse auf einem Stück Papier durchzuführen. Auf der einen Seite wird der Testzeitraum von mehreren Tagen auf wenige Minuten verkürzt, auf der anderen Seite können Tests nun vor Ort und unabhängig von teurer Laborausstattung durchgeführt werden. Mit der mikrobiologischen Wasseranalytik zeigt das Team von diamond inventics einen zur Marktreife gebrachten Anwendungsfall dieser Plattformtechnologie.

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Das Geschäftsmodell

Grundlage des Geschäftsmodells von diamond inventics ist die Herstellung und der Vertrieb der papierbasierten Schnelltest-Systeme. Der vorliegende Prototyp ist als kostengünstiges Einweg-Schnelltest-System konzipiert. Zusätzlich wird eine In-House entwickelte, aber durch Dritte produzierte Ausleseeinheit angeboten. Als zweite Säule wird kontinuierlich die Entwicklung spezifischer Schnelltest-Systeme im Kundenauftrag als Dienstleistungsangebot aufgebaut.


Kurzinterview mit den Gründern Dr. Robert Niedl und Katja Richter

Wie kam Eure Geschäftsidee damals zustande?

Robert hat im Zuge seiner Promotion in biologischer Physik an der Universität Potsdam aktiv nach praktischen Anwendungen der Forschungsergebnisse gesucht. Ich arbeitete zu dieser Zeit am Gründungsinstitut der Universität und wir haben gemeinsam an einem Geschäftskonzept für Schnelltests zum Nachweis von krankmachenden Mikroorganismen wie Legionellen gearbeitet. Für die Unterstützung unserer Start-up-Idee erhielten wir im Juni 2015 ein einjähriges EXIST-Gründerstipendium und gewannen unter anderem den 3. Platz der 1.Stufe beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg.

Welche Herausforderungen habt Ihr bei der Finanzierung Eures Start-ups erlebt?

Unser Finanzierungsvorhaben verfolgten wir mit einem investorenorientierten Businessplan. Dort zeigten wir neben dem wirtschaftlichen Wert unserer Geschäftsidee und unserem Netzwerk auch die Marktpotenziale für die entwickelten Produkte insgesamt auf. Dennoch war es nicht einfach, die ersten Investoren von unserem innovativen Produkt zu überzeugen, denn die Barrieren in ein Life Science Start-up zu investieren, das eine Produktion aufbauen möchte, sind groß. Da unsere Schnelltest-Systeme an einen großen Kreis an potenziellen Kunden (Massenprodukt) gerichtet ist, überlegten wir uns, Crowdinvesting als Finanzierungsinstrument in Verbindung mit Private Placement auszuprobieren.     

Welche Tipps gebt Ihr anderen Gründern bei der Investorensuche und Investorenpflege?

Es kommt darauf an, die Investorenansprache intensiv vorzubereiten. Die Angaben in den Unterlagen sollen stimmig sein. Es ist zu empfehlen, einige Prognosen zur künftigen Entwicklung des eigenen Start-ups zu entwerfen. Auch die ersten Fragen bezüglich Patente- und Know-How-Sicherung müssen geklärt sein. Wir raten den Gründern, eine möglichst konkrete Investorengruppe für sich zu identifizieren. Das Feedback der Investoren im direkten Austausch hat eine enorme Relevanz – für das Team und für das Produkt gleichermaßen. Unsere Erfahrung zeigt, die Investoren schätzen engagierte Unternehmer. 

Was waren die Vorteile bei der Finanzierung über Innovestment?

Das Konzept von Innovestment fußt darauf, Investoren mit unternehmerischer Erfahrung zusammen zu bringen. Das ist ein großer Mehrwert für Start-ups, insbesondere in der Anfangsphase. Gründer brauchen neben Kapital (Money) auch aktive Unterstützung und Beratung (Smart Money) ihrer Investoren. Die Stärke von Innovestment liegt in seinem breiten offenen Netzwerk von Menschen mit Gemeinsinn und einem ausgeprägten Verständnis für unternehmerisches Handeln. Davon haben wir über das geplante Investment hinaus nachhaltig profitiert. Schließlich haben wir uns vom Innovestment-Team sehr gut betreut gefühlt.


Mehr Informationen finden Sie unter www.diamondinventics.com

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